1/22/2008

Kritik an "antirassistischen" Initiativen

Die Erkenntnis, dass Menschen in ihrem Charakter nicht primär durch Genetik, geografische Herkunft, biologische Vorfahren oder dergleichen geprägt sind, sondern ihre Persönlichkeit in der Auseinandersetzung mit ihrer Umgebung entwickeln, kann man nicht nur mit wissenschaftlichen Studien untermauern. Auch die triviale Erfahrung, dass man Freundschaften ebenso gut im Ausland oder per Internet global entwickelt und im Gegenzug die meisten Arschlöcher, die man in der Heimat trifft, Weißbrote sind, kann dies anschaulich bestätigen.
Ein Vortrag von Claire Erber, den das Leipziger Heft CEE IEH veröffentlichte, soll näher beleuchten, was mit der bloßen Ablehnung und Verneinung des Rassismus nicht gesagt sei. Warum es ihn trotzdem noch gebe, bzw. warum er entstehe und zweitens, wie man ihm angemessen begegnen könne. Rassismus und Antisemitismus haben verschiedene Inhalte, so Erber. Im Folgenden soll gezeigt werden, dass manche vermeintlich „antirassistische“ Initiativen bspw. antisemitische Klischees bedienen, auch wenn das paradox klingen möge.



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Vortrag von Claire Erber zum Thema

Link:
Broschüre zum Thema der Ahoi AG (PDF)

Thorsten Heise - wieder nur Bewährung...


Erst Ende Oktober protestierten die Südharzer Nadelstecher, aufgrund einer Hausdurchsuchung bei Kamerad Thorsten Heise in Fretterode (Thüringen), die auch gleichzeitig bei den in Bad Lauterberg niedergelassenen Nazimusikern Anett und Michael Müller durchgeführt wurde. Verschiedene Materialien wurden beschlagnahmt, bei Heise fanden die Ermittler zudem Waffen, darunter eine Maschinenpistole.

Thorsten Heise wurde Landesvorsitzender der FAP, der auch einige Lauterberger Nazis wie Michael Hahn angehörten. Als junger Skinhead fiel Heise in Göttingen häufig durch brutale Gewalttaten auf, so versuchte er 1989 einen Asylbewerber zu überfahren. Mehrfach wurde der Gewalttäter Heise aufgrund seiner Taten verurteilt. Das er jedoch immer wieder lediglich Bewährungsstrafen erhielt, ist ein „juristisches Phänomen”. So wertete die Staatsanwaltschaft den Mordversuch an dem Asylbewerber lediglich als „schweren Eingriff in die Straßenverkehrsordnung”. Erst als er Anfang 1994 auf einer Schulfeier mit einer Gaspistole rumballerte, wanderte er knapp 1 1/2 Jahre später für einige Zeit in den Knast.

Wie die Presseagenturen nun vermelden, wurde Heise wegen einer länger zurückliegenden Straftat rechtskräftig verurteilt, erneut auf Bewährung. Heise, der mit seiner Partei immer mal wieder “Arbeit für Deutsche” einfordert, ließ laut Staatsanwaltschaft 6000 CDs in der Slowakei und Tschechien herstellen. In seiner Urteilsbegründung sagte der Richter, auf den Tonträgern befänden sich „schlimme und widerwärtige Texte“, die eindeutig den strafbestand der Volksverhetzung erfüllten. Die beanstandeten CDs wurden laut NPD-Blog.Info auch im Onlineshop der NPD angeboten. Mit allerlei “Fantasiegeschichten”, so zitiert der NPD-Blog.Info den Richter, habe Heise versucht sich nachträglich herauszureden. Unter anderem habe der Nazihändler die CDs nicht in Deutschland, sondern in Schweden, vertreiben wollen. Warum dann seine CDs an einen Kameraden in Göttingen gesendet worden waren, könne er sich auch nur mit einem “Fehler der Presswerke” erklären. Auch nachträglich aufgesetzte Geschäftsverträge versuchte Heise als “Beweise” vorzulegen.

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Den Bericht über das Urteil bei NPD-Blog.Info. Den
Bericht über die beiden Hausdurchsuchungen Ende Oktober hier.


Rechtsextreme Kriminalität in Niedersachsen

Während die rechtsextremistisch motivierte Kriminalität ihr Potential im Osten ausgeschöpft hat, befinden sich insbesondere drei westdeutsche Bundesländer auf dem rechten Vormarsch. Beim Vergleich von beim Spiegel Online veröffentlichten Zahlen des Bundesministeriums des Inneren wird deutlich, dass insbesondere in Sachsen und Brandenburg die Gewalttaten im Vergleich zwischen 2005 und 2006 stagnieren. Dagegen ist ein Anstieg rechtsextremer Kriminalität in Baden-Württemberg, Niedersachsen und Schleßwig-Holstein um einen Anstieg von rund 0.3% je 100.000 Einwohner der Länder zu vermelden.

Fat Nazi

Dennoch sind die Straftaten insbesondere in den neuen Bundesländern eklatant hoch. Mit Schleswig-Holstein und Niedersachsen schlägt sich auch der aufwärtstrend rechtsextremer Gesinnung in den alten Bundesländern nieder:

1. Sachsen-Anhalt 4,49%
2. Brandenburg 3,52%
3. Berlin 3,00%
4. Thüringen 2,36%
5. Schleswig Holstein 2,29%
6. Sachsen 1,80%
7. Niedersachsen 1,73%
[Quelle: Spiegel Online]